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Neue Holzfeuerungsanlage an der Braunsbergschule in Breuna in Betrieb genommen

Ab sofort wird im Keller der Grundschule Breuna mit der neuesten Technik Wärme erzeugt und an die Schule mit Sporthalle, den Kindergarten sowie die Märchenlandtherme der Gemeinde Breuna und drei angeschlossene Privathäuser verteilt. Die neue Holzfeuerungsanlage ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Breuna und dem Landkreis Kassel und beheizt insgesamt ca. 5000 m² Fläche.

„Mit dieser Anlage ist durch die wirtschaftlichere Betriebsweise und den Einsatz von Holz statt Öl mit einer jährlichen Einsparung von 260 t C02 zu rechnen" erläutert Vizelandrätin Susanne Selbert bei der offiziellen Einweihung am letzten Freitag im Heizungskeller der Schule vor zahlreich geladenen Gästen aus der Kommunalpolitik, Firmenvertretern, dem Architekten sowie Mitarbeitern des Landkreises und der Gemeinde Breuna sowie von „Energie 2000“ und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

„Außerdem wurde für die neue Holzfeuerungsanlage ein Kesseltyp ausgewählt, der nicht nur mit Holzhackschnitzeln und Pellets betrieben werden kann, sondern auch für die Befeuerung von Baum- und Strauchschnitt, sowie von Forstabfällen geeignet ist. So können Feuchtigkeitsgehalte im Holz über 35 % verarbeiten werden" ergänzt Selbert.

Ebenfalls erfreut über die Einweihung der neuen Heizung zeigt sich Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, der nochmals den Weg von ersten Ideen, die man vor Jahren bereits mit Landrat a.D. Dr. Schlitzberger vor Ort entwickelt habe bis zur heutigen Umsetzung. „Ich möchte mich bei allen, die sich für das Gelingen dieses Projektes eingesetzt und mitgearbeitet haben, sehr herzlich bedanken. Dies ist eine sehr gute Kooperation zwischen Landkreis und Gemeinde“, so Henkelmann, der ferner betont, dass bei einem Ausfall der neuen Holzfeuerungsanlage niemand Angst zu haben brauche, da man ja noch für den Notfall eine Ölheizung in Reserve habe. Mit der neuen Anlage mache man sich weitestgehend unabhängig vom Öl und lasse das Geld für den Brennstoff in der Region, so der Bürgermeister.

Der Brennstoff Holz kommt von hier und wird in einer engen Kooperation von Hessenforst, dem landwirtschaftlichen Maschinenring, dem Eigenbetrieb Abfallent-sorgung und privaten Holzverarbeitern zur Verfügung gestellt. Der Brennstoffbedarf liegt bei ca. 230 t Pellets/Jahr bzw. 1.280 m³ Holzhackschnitzeln. Das man sich hier für die richtige Alternative entschieden hat, zeige auch eine Förderung der neuen Heizzentrale durch das Land Hessen in Höhe von 66.400 €. Die Gesamtkosten betragen ca.450.000 €. Auf der Sporthalle neben der Braunsbergschule befindet sich zudem eine 19,14 KW große Photovoltaik-Anlage.

Anlagedaten:

Kesselleistung   300 kW
Fabrikat Wilke Bio-ENERGIE-Technik, Bad Arolsen 
Wirkungsgrad 87 % 
Kesseltemperatur VL: 90 °C, RL: 70 °C 
Abgastemperatur ca.  200 °C 
Erdgaseinsparung ca.  1.000 MWh/a
Holzbedarf 1280 Schüttraummeter pro Jahr (- ca. 525 Festmeter) 
C02-Einsparung  ca. 260 t CO2 pro Jahr  
Deckungsgrad ca. 93 % des Wärmebedarfs 
Sommer- und
Spitzenwärmebedarf     
 Ölkessel mit 400 kW
  

Holzlager 1
Lagerkapazität max. 60 m³, ausreichend für eine Woche Volllastbetrieb, Befüllung mit Spezialpresscontainern

Holzlager 2
Pellet-Lagerkapazität max. 18 m³ , ausreichend für drei Tage Volllastbetrieb

Fördertechnik
Im Lager:             hydraulischer Schubboden und Förderschnecke
Zum Kesselhaus:    Förderschnecke
Ascheentsorgung:  Förderschnecke

Kessel
Vorschubtreppenrostfeuerung

Abgasreinigung
Multizyklonfilter
Automatische Abreinigung der Rauchzüge

 

Holzfeuerungsanlage Braunsbergschule