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Breuna und der "Demographische Wandel"

Seit dem Frühjahr 2008 beschäftigen sich Breunaer Bürger mit dem Thema. Unter dem Wandel  versteht man im Allgemeinen die Veränderung in der Zusammensetzung der Alterstruktur einer Gesellschaft. So wird der Anteil der über 65- jährigen von 36,8 % in 2007 auf 76,3 % in 2050 steigen. Gleichzeitig geht die Prognose davon aus, dass die Einwohnerzahl der Gemeinde Breuna von 4.119 in 2007 auf 3.114 in 2050 sinken wird.


Die Veränderungen stellen Breuna und seine Bürger vor gewaltige Herausforderungen. Was sich zunächst bedrohlich anhört,  sollte allerdings als Chance zu positiven Veränderungen in der Gesellschaft genutzt werden.  Im Jahr 2009 hat der Arbeitskreis Demographie einen Fragebogen an zufällig ausgewählte Bürger verteilt. Der Fragebogen wurde nach dem Rücklauf der Antworten ausgewertet. Bei der Auswertung des Fragebogens wurde der Arbeitskreis von dem Studenten Florian Warburg aus Niederlistingen unterstützt. Herr Warburg ist Student an der Philipps-Universität Marburg und schreibt zu dem Thema eine Diplomarbeit. Er wird zu diesem Zwecke noch weitere Befragungen in der Gemeinde vornehmen. Wir bitten Herrn Warburg bei seiner Arbeit zu unterstützen.


Ziel des Fragebogens war zunächst zu erfahren was den Bürgern gefällt, was sie ändern möchten und wie und wo sie selbst bereit sind, sich in den Prozess einzubringen. Der Fragebogen hat erfreulicherweise zu Tage gefördert, dass es schon vielfältige Ansätze  guten nachbarschaftlichen Miteinanders gibt. Unterstützung bei Einkaufsfahrten ist beispielsweise gelebte Praxis in Breuna und seinen Ortsteilen.


Nicht ganz so überraschend war die Erkenntnis, dass über 80 % der Befragten im eigenen Heim wohnen und hier auch gern im Alter wohnen bleiben möchten. Da Kinder heute aus beruflichen Gründen häufiger den Wohnort wechseln, gilt es hier nach Lösungen zu suchen, wie wir es zukünftig gewährleisten, dass die Menschen möglichst lange in den eigenen Wohnungen verbleiben können.
Ein weiterer wichtiger Themenbereich ist die Familienfreundlichkeit im Allgemeinen. Hier geht es auch darum, welches Angebot in Breuna vorgehalten werden sollte, damit möglichst viele Menschen hier wohnen bleiben und zusätzlich noch neue hinzu kommen. Die Gemeinde kann hierzu sicher zunächst alles dafür tun, dass Arbeitsplätze in unserer Gemeinde verbleiben und nach Möglichkeit neue entstehen. Was weiterhin erforderlich ist, soll in den anstehenden weiteren Gesprächen mit den Bürgern erörtert werden.
Ein interessantes Thema wird sicher auch die Frage sein, wie das Zusammenleben von Jung und Alt weiter verbessert werden kann. Hatten Kinder früher die Großeltern in der eigenen Wohnung so kann man zukünftig vielleicht auf die Erfahrung der Oma aus der Nachbarschaft zurückgreifen. Andersherum kann vielleicht auch das Kind aus dem Nachbarhaus mal schnell einen Weg für den Opa von nebenan erledigen.


Die umfangreichen Ergebnisse des Fragebogens lesen sie in der kompletten Auswertung, die auf der Homepage der Gemeinde Breuna (www.breuna.de -Info und Aktuelles -) eingestellt ist. Wer keinen Internetzugang hat,  wendet sich an das Bürgerbüro der Gemeinde Breuna.
Bei der Präsentation der Fragebogenauswertung hat man sich darauf verständigt zunächst in den einzelnen Ortsteilen eine Bestandsaufnahme vorzunehmen über all das was man schon hat und dann auch all das aufzunehmen was man ändern möchte. Die ersten Ergebnisse sollen dann wiederum auf Ebene der Gesamtgemeinde zusammengetragen werden.


Wir laden alle Interessierten zur weiteren Mitarbeit ein. Nutzen sie die Chance das Leben in unseren schönen Orten aktiv mitzugestalten!


Bei Fragen und Anregungen wenden sie sich an die Sprecher des Arbeitskreises Demographischer Wandel: Stefanie Gallacher, Friedbert Kanne, Frank Trampedach, Friedhelm Becker


Gez.:   Friedhelm Becker

Hier die Auswertung zum Download: Auswertung Fragebogen "Demographischer Wandel"